Gesuche

Gesuchverfahren für Visumpflichtige

Wie läuft das Gesuchverfahren bei visumpflichtigen Drittstaatsangehörigen ab?

  1. Visumspflichtige Ausländerinnen und Ausländer die als Nichterwerbstätige (inkl. Familiennachzug bspw. nach Heirat) in die Schweiz einreisen wollen, müssen bei der für ihren Wohnort zuständigen schweizerischen Auslandvertretung (Botschaft/Konsulat) ein persönliches Einreisegesuch einreichen. Je nach Anwesenheitszweck und Anwesenheitsdauer sind diverse Unterlagen einzureichen. Bei Personen, welche zur Erwerbstätigkeit in die Schweiz einreisen wollen, erfolgt die Gesuchstellung beim Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) durch den Arbeitgeber im Inland.
  2. Die Schweizer Vertretung schickt das Einreisegesuch an das Staatssekretariat für Migration (SEM).
  3. Das Gesuch wird vom SEM an das Migrationsamt zur ausländerrechtlichen Prüfung weitergeleitet.
  4. Sind die ausländerrechtlichen Bewilligungsvoraussetzungen erfüllt, wird vom Migrationsamt die Einreisebewilligung (Ermächtigung zur Visumerteilung) im Zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) erfasst. Sind die Voraussetzungen nicht erfüllt, wird das Einreisegesuch mit Verfügung des Migrationsamts abgewiesen.
  5. Die Schweizer Vertretung erteilt (bei erfüllten Voraussetzungen) das Visum.
  6. Nach der Einreise in die Schweiz müssen sich die Ausländerin resp. der Ausländer innerhalb von 14 Tagen bei der Einwohnerkontrolle anmelden und ein Aufenthaltsgesuch einreichen.
  7. Das Migrationsamt erteilt bei gegebenen Voraussetzungen die ausländerrechtliche Bewilligung.

Gesuchverfahren bei visumpflichtigen Drittstaatsangehörigen zu Besuchsaufenthalten von maximal 90 Tagen?

  1. Visumpflichtige Personen reichen das Visumgesuch bei der zuständigen schweizerischen Auslandvertretung (Botschaft/Konsulat) ein.
  2. Im Zusammenhang mit der Finanzierung von Touristen-, Besuchs- und Ge-schäftsaufenthalten kann die schweizerische Auslandvertretung eine Verpflichtungserklärung (betreffend Prüfung der erforderlichen finanziellen Mittel) einfordern. Es ist Aufgabe der schweizerischen Auslandvertretung, von Fall zu Fall zu entscheiden, ob eine Verpflichtungserklärung beigebracht werden muss oder nicht.
  3. Muss eine Verpflichtungserklärung beigebracht werden, wird das Formular „Verpflichtungserklärung" von der schweizerischen Auslandvertretung an den Antragssteller übergeben. Dieses Formular muss die gesuchstellende Person ihren Gastgebern bzw. Garanten in der Schweiz zukommen lassen.
  4. Die Garanten in der Schweiz haben das Formular auszufüllen und der zuständigen Einwohnerkontrolle abzugeben.
  5. Die zuständige Einwohnerkontrolle prüft die Verpflichtungserklärung und meldet dem Migrationsamt das entsprechende Resultat.
  6. Das Resultat wird anschliessend vom Migrationsamt an die schweizerische Auslandvertretung weitergeleitet.
  7. Sind die Voraussetzungen erfüllt, erteilt die schweizerische Auslandvertretung das (Schengen)Visum. Im negativen Fall weist die schweizerische Auslandvertretung das Gesuch mit Verfügung ab.

Die Dauer des Besuchsaufenthalts beträgt maximal 90 Tage je Bezugszeitraum von 180 Tagen. Die Frist beginnt bei einem Jahreswechsel nicht von neuem. Den Aufenthaltsrechner zur Berechnung des kurzfristigen Aufenthalts finden Sie hier.

Schülerliste für Schülerinnen und Schüler mit Wohnsitz in der Schweiz?

Schülerinnen und Schüler aus Drittstaaten mit Reisedokumenten und/oder Aufenthaltstitel, die kein visumfreies Reisen in einen Schengen-Staat ermöglichen, können im Rahmen von Schulreisen dennoch ohne Visum reisen, sofern sie auf einer besonderen Liste (welche vom Migrationsamt geführt wird) aufgeführt sind. Die Liste gilt nur für Schülerinnen und Schüler unter 18 Jahren, die in einer Gruppe reisen und von mindestens einer Lehrperson begleitet werden.

In die Liste können auch Schülerinnen und Schüler mit einem F- oder N-Ausweis eingetragen werden. Besitzt ein Schüler oder eine Schülerin kein Reisedokument, gilt die Liste als Ersatz des Reisedokuments, sofern sie ein Foto des/r Betreffenden enthält. 

Gesuchverfahren für nicht Visumpflichtige

Gesuchverfahren bei nicht visumspflichtigen Drittstaatsangehörigen?

Grundsätzlich verläuft das Gesuchverfahren um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gleich wie bei den visumspflichtigen Drittstaatsangehörigen ab.

In Ausnahmefällen kann das Gesuch auch erst nach der Einreise mit der Anmeldung bei der zuständigen Einwohnerkontrolle eingereicht werden. 

Was müssen nicht visumspflichtige Drittstaatsangehörige, die zu einem Besuchsaufenthalt von maximal 90 Tagen einreisen wissen?

  • Das Reisedokument muss von der Schweiz anerkannt sein und über den geplanten kurzfristigen Aufenthalt hinaus noch mind. drei Monate nach der Ausreise aus der Schweiz gültig sein sowie innerhalb der vorangehenden zehn Jahre ausgestellt worden sein.
  • Der Aufenthalt im Schengenraum (einschliesslich der Schweiz) darf höchstens 90 Tage je Zeitraum von 180 Tagen betragen.
  • Wer visumsfrei einreist, kann von den Grenzkontrollorganen über den Aufenthaltszweck und die finanziellen Mittel befragt werden. Die Einreise kann verweigert werden, wenn Zweifel über den Aufenthaltsort und oder den Reisezweck bestehen oder die Person nicht über genügende finanzielle Mittel verfügt. Im letzteren Fall kann eine Verpflichtungserklärung an der Grenze verlangt werden.
  • Bei Einreisen zwecks Besuch kann es nützlich sein, wenn eine persönliche Einladung des Gastgebers vorgewiesen werden kann. 

Gesuchverfahren für EU/EFTA-Staatsangehörige

Wie läuft das Gesuchverfahren bei EU/EFTA-Staatsanghörigen ab?

EU/EFTA-Staatsangehörige benötigen zur Einreise in die Schweiz einen gültigen Pass oder eine gültige Identitätskarte.

EU/EFTA-Staatsangehörige, die sich während mehr als drei Monaten in der Schweiz aufhalten oder hier eine Erwerbstätigkeit ausserhalb des Meldeverfahrens ausüben wollen, müssen eine Aufenthaltsbewilligung beantragen.

Das Aufenthaltsgesuch muss nach der Einreise in die Schweiz mit der Anmeldung bei der zuständigen Einwohnerkontrolle eingereicht werden. Auf Gesuche aus dem Ausland kann (mit Ausnahme von 120-Tage-Bewilligungen) nicht eingetreten werden. 

Bearbeitungsdauer

Wie lange dauert die Prüfung eines ausländerrechtlichen Gesuchs?

Die Bearbeitungsdauer kann nicht allgemein definiert werden. Sie ist insbesondere abhängig von der Mitwirkung der Ausländerin resp. des Ausländers (und der entsprechenden Einreichung sämtlicher notwendiger Gesuchsunterlagen) sowie der Zusammenarbeit mit den Partnerbehörden des Migrationsamts.

Die mittlere Bearbeitungsdauer pro Geschäftsfall beim Migrationsamt belief sich im Jahr 2016 auf zwei Tage. Rund 80% der Geschäfte können in einer Woche erledigt werden. Aus diesen Angaben lassen sich jedoch keine Rückschlüsse auf die Bearbeitungsdauer eines vollständigen Gesuchsprozesses bis zur Erledigung (bspw. Erteilung einer Bewilligung) ableiten.

Gerne geben wir Ihnen telefonisch (Tel.: +41 43 259 88 00) oder per E-Mail: (info@ma.zh.ch) Auskunft über den Stand Ihres Gesuchs.

Anmeldepflicht

Wo muss ich mich anmelden, wenn ich eine Bewilligung benötige?

Ausländerinnen und Ausländer, die eine Kurzaufenthalts-, Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung benötigen, müssen sich spätestens 14 Tage vor Ablauf des bewilligungsfreien Aufenthalts oder vor Aufnahme einer Erwerbstätigkeit bei der zuständigen Einwohnerkontrolle anmelden und ein Geusch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung einreichen. 

Online-Gesuche

Ist es möglich Gesuche übers Internet einzureichen?

Nein. Ausländerrechtliche Gesuche müssen bei der zuständigen Einwohnerkontrolle eingereicht werden.

Einreisegesuche für Drittstaatsangehörige, Grenzgängergesuche für EU/EFTA-Staatsangehörige und das Gesuch um Aufrechterhaltung der Niederlassungsbewilligung können Sie auf der Homepage des Migrationsamts herunterladen.