Erwerbstätigkeit

Bewilligung

Wie erhalte ich als Drittstaatsangehörige/r eine Bewilligung?

  1. Gesuche zwecks Aufnahme einer Erwerbstätigkeit (resp. Arbeitsbewilligung) sind vom Arbeitgeber beim Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) einzureichen.
  2. Das AWA erlässt anschliessend einen arbeitsmarktlichen Vorentscheid (Arbeitsbewilligung).
  3. Den positiven arbeitsmarktlichen Vorentscheid leitet das AWA in der Folge zur Zustimmung an das Staatssekretariat für Migration (SEM) weiter.
  4. Erteilt das SEM die Zustimmung werden sämtliche Unterlagen an das Migrationsamt weitergeleitet, damit das Gesuch um Erteilung einer Bewilligung zur Erwerbstätigkeit aus ausländerrechtlicher Sicht geprüft werden kann. Denn eine Bewilligung kann trotz Vorliegen eines positiven arbeitsmarktlichen Entscheids verweigert werden, wenn Widerrufsgründe nach Art. 62 AuG vorliegen.
  5. Sind auch die ausländerrechtlichen Voraussetzungen erfüllt, erteilt das Migrationsamt die Bewilligung zur Erwerbstätigkeit. 

Wie erhalte ich als EU/EFTA-Staatsangehörige/r eine Bewilligung?

  1. Das Aufenthaltsgesuch EU/EFTA zur unselbständigen Erwerbstätigkeit ist mit der Anmeldung bei der zuständigen Einwohnerkontrolle einzureichen.
  2. Das Migrationsamt prüft anschliessend die Voraussetzungen zur unselbständigen Erwerbstätigkeit. Es muss eine Einstellungserklärung oder eine Arbeitsbescheinigung vorliegen. Diese muss die Personalien des Arbeitgebers, des Arbeitnehmers, die Dauer des Arbeitsverhältnisses (befristet oder unbefristet) und den Anstellungsgrad enthalten. Daraus muss eine wöchentliche Arbeitszeit von mindestens zwölf Stunden hervorgehen.
  3. Sind die ausländerrechtlichen Voraussetzungen erfüllt, erteilt das Migrationsamt die Bewilligung zur Erwerbstätigkeit. Diese entspricht gleichzeitig einer Arbeitsbewilligung.

Ich bin kroatischer Staatsangehörige/r. Kann ich in der Schweiz arbeiten?

Die Erweiterung des FZA auf Kroatien wurde in einem neuen Protokoll III ausgehandelt, welches am 1. Januar 2017 in Kraft trat. Während der ersten Umsetzungsphase gelten gegenüber kroatischen Staatsangehörigen besondere Übergangsbestimmungen mit arbeitsmarktrechtlichen Beschränkungen und Höchstzahlen.

Im Rahmen einer Übergangsfrist bedarf der erstmalige Stellenantritt in der Schweiz für Kroatinnen und Kroaten nach wie vor einer Bewilligung des Amts für Wirtschaft und Arbeit (AWA).

Arbeitsbewilligung

Wo kann ich als Drittstaatsangehörige/r ein Gesuch um Erteilung einer Arbeitsbewilligung stellen?

Bei Personen, welche zur Erwerbstätigkeit in die Schweiz einreisen wollen, hat die Gesuchstellung beim Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich (AWA) durch den Arbeitgeber zu erfolgen. 

Beginn Erwerbstätigkeit

Wann kann ich die Erwerbstätigkeit aufnehmen?

Drittstaatsangehörigen können die Erwerbstätigkeit nach Erteilung der Bewilligung durch das Migrationsamt aufnehmen.

EU/EFTA-Staatsangehörige können die Erwerbstätigkeit nach der persönlichen Anmeldung und Gesuchseinreichung bei der zuständigen Einwohnerkontrolle aufnehmen. Grenzgänger aus EU/EFTA-Staaten können die Erwerbstätigkeit nach Gesucheinreichung (inkl. Arbeitsbestätigung) aufnehmen.

Meldeverfahren

Wie muss ich als EU/EFTA-Staatsangehörige/r vorgehen, wenn ich höchstens 90 Tage im Kalenderjahr in der Schweiz arbeiten möchte?

EU/EFTA-Staatsangehörige können sich während 90 Tagen im Kalenderjahr in der Schweiz ohne ausländerrechtliche Bewilligung aufhalten.

Wenn sie arbeiten möchten, besteht eine Meldepflicht. Um dieser nachzukommen, hat der Arbeitgeber das Meldeformular vollständig auszufüllen. Die Meldung kann im Internet erfolgen (Online-Registrierung) oder dem Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich per Post oder Fax übermittelt werden.

Bei einem Stellenantritt in der Schweiz muss die Meldung spätestens am Tag vor Beginn der Erwerbstätigkeit erfolgen.

Dienstleistungserbringer sind (mit Ausnahme bestimmter Branchen) meldepflichtig, wenn sie innerhalb eines Kalenderjahrs während mehr als acht Tagen in der Schweiz erwerbstätig sind. 

Kontingente

Was sind Kontingente?

Sowohl Kurzaufenthaltsbewilligungen (L) als auch Aufenthaltsbewilligungen (B) für Drittstaatsangehörige unterstehen grundsätzlich Höchstzahlen, die jährlich vom Bundesrat festgelegt werden.

Im Jahr 2018 können insgesamt 8'000 Spezialistinnen und Spezialisten aus Drittstaaten rekrutiert werden. Für diese stehen 3'500 Aufenthaltsbewilligungen (B) und 4'500 Kurzaufenthaltsbewilligungen (L) zur Verfügung.

Der Bundesrat hat auch die Höchstzahlen für Dienstleistungserbringer aus EU/EFTA-Staaten mit einer Einsatzdauer von über 90 respektive 120 Tagen pro Jahr festgelegt. Es werden im Jahr 2018 3'000 Bewilligungen für Kurzaufenthalter (L) und 500 Bewilligungen für Aufenthalter (B) zur Verfügung stehen. 

Erwerbstätigkeit der Ehegatten und Kinder

Kann ich als drittstaatsangehöriger Ehegatte einer Erwerbstätigkeit in der Schweiz nachgehen?

Ja. Der Ehegatte und die Kinder (die noch nicht 21 Jahre alt oder unterhaltsberechtigt sind) eines EU/EFTA-Staatsangehörigen sowie Ehegatten und Kinder von Schweizerinnen und Schweizern und Personen mit einer Niederlassungs- oder Aufenthaltsbewilligung können unabhängig ihre Staatsangehörigkeit einer Erwerbstätigkeit nachgehen.